Die härteste Schlacht

Die Uhr zeigt 8 ich warte schon
dein Ruf empfange ich mit Hohn
Den rote Knopf der dich verziert
drück ich sofort und ungeniert
Den Kopf ins Polster tief gedrückt
die Decke meinen Körper schmückt
Sanft schlummernd träum ich schöne Sachen
da fängst du an erneut zu krachen
Mit letzter Kraft und voller Stärke
drück ich das Rot mit ganzer härte
Verstummen tust du für Sekunden
der Schlaf in mir leckt seine Wunden
Die Vögel trällern Melodien
ich schließ das Fenster und lass sie zieh'n
Die warme Decke lockt mich rein
ich fühl mich wohl und schlafe ein

Minuten später, man kann's ahnen
fängst du mich an, erneut zu warnen
Du sagst mir mit dem Schlaf ist Schluss,
du quälst mich bis zu Tinitus
Ich dreh mich um, doch du wirst dröhnend
ich schrei dich an, na ja mehr stöhnend.
Dann mit drohen und auch flehen
bitte ich dich höflich nun zu gehen.
Du hörst nicht drauf und lässt es schallen
gern wird ich nun dir eine knallen
Ich hol schon aus, ich tu dir weh
ich ziel genau aufs LED
Die Faust knallt auf den Nachttisch nieder
Der Schmerz dringt in die letzten Glieder
Du lachst mich aus, mit voller Häme
Ich stehe auf und putz die Zähne

 Jörg Schwedler